Übersetzungswissenschaft
Sektionsleitung:
| Prof. Dr. Klaus Schubert | |
| Prof. Claudia General |
Die Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft, auch Translationswissenschaft genannt, befasst sich mit dem Übertragen mündlicher und schriftlicher Texte aus einer Sprache in eine andere. Sie hat sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem eigenständigen Wissenschaftszweig entwickelt. Initialimpuls für diese Entwicklung war die damals beginnende Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zur maschinellen Übersetzung.
Drei Faktoren kennzeichnen die junge Disziplin seit ihren Anfängen: Sie wendet linguistische Methoden an; sie befasst sich neben literarischen und journalistischen Texten auch sehr stark mit den Textsorten des beruflichen Alltags, den Fachtexten, und sie legt eine prozedurale Sichtweise an. In Weiterführung des dritten Innovationsfaktors gilt ein wesentlicher Teil der heutigen übersetzungs- und dolmetschwissenschaftlichen Forschung dem Prozess der Translation und damit dem Handeln des übersetzenden und dolmetschenden Menschen.
Handlungsprozesse habe eine innere, mentale und kognitive Seite, die vor allem psycholinguistischen und experimentellen Methoden der indirekten Beobachtung zugänglich ist, und eine äußere, direkt beobachtbare Seite, die das sichtbare Tun des Menschen und damit die Abfolge der Arbeitsschritte und die Interaktion mit anderen Akteuren, also den Workflow, umfasst.
Übersetzungswissenschaft Arbeitsbericht 2008 – 2010
(aktualisiert 25.05.10)
