<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<page xml:lang="de" htmlHref="http://www.gal-ev.de/textlinguistik-und-stilistik.html" id="25">
  <title>Textlinguistik und Stilistik</title>
  <meta>
    <description>Sektion "Textlinguistik und Stilistik" der GAL e.V.</description>
    <keywords>Textlinguistik, Stilistik</keywords>
    <created>Apr 20 2004 16:00:00 GMT</created>
    <lastModified>Jun 10 2010 07:34:31 GMT</lastModified>
    <generator>schafft-cms</generator>
  </meta>
  <data>
    <content><![CDATA[<h1>
    Textlinguistik und Stilistik
</h1>
<h2>
    Sektionsleitung:
</h2>
<div class="seclead">
    <p>
        <a href="mailto:spiegel@ph-karlsruhe.de">Prof. Dr. Carmen Spiegel</a>
    </p>
    <p>
        <a href="mailto:kersten.roth@ds.uzh.ch">Dr. Kersten Sven Roth</a> &#160;
    </p>
</div>
<p>
    Textlinguistik und Stilistik sind heute mehr als nur bestimmte sprachwissenschaftliche Teildisziplinen. Wann immer nach dem Sprachgebrauch, seiner Bedeutung f&#252;r menschliches Handeln und soziales Miteinander gefragt wird, geht es um Texte; wo immer spezifische sprachliche Handlungsweisen und Variationen des Sprachverhaltens ins Blickfeld kommen, wo soziale oder individuelle Identit&#228;t mithilfe sprachlicher Mittel ausgedr&#252;ckt werden soll, wird Stil zum Gegenstand der Betrachtung. Texten kommt in allen Gesellschaften und Gruppen eine Schl&#252;sselfunktion zu, sie sind ein zentraler Bestandteil dessen, was man &sbquo;Kultur&lsquo; bzw. &sbquo;Ideologie&lsquo; nennt. Soziale Ordnung und historischer Wandel in Politik und Wirtschaft, Recht und Religion, Wissenschaft und Technik, Literatur und Alltag beruhen wesentlich auf Texten. Je flexibler soziale Strukturen werden, umso mehr h&#228;ngt von den F&#228;higkeiten der Kommunizierenden ab, stilistische Wahlen zu treffen und rhetorisch zu &#252;berzeugen. Je komplexer und globaler die Kommunikation, umso gefragter sind Textexperten als Wissens- und Kulturvermittler.
</p>
<p>
    Ein umfassendes Verst&#228;ndnis des Ph&#228;nomens &sbquo;Text&lsquo; schlie&#223;t eine Vielzahl von Aspekten ein: sprachliche Strukturen und multimodale Zeichenkonstellationen in gesprochenen, gedruckten und elektronischen, monologischen und dialogischen Texten / Hypertexten / Gespr&#228;chen, innerpsychische Prozesse der Textproduktion, -rezeption und Wissensverarbeitung, Textsorten/ Textmuster / Gattungen und andere soziokulturelle Ordnungen als Basis und Produkt des kommunikativen Handelns, individuelle rhetorische Leistungen, Synchronie und Diachronie des Sprachgebrauchs. Auch wenn zurzeit sprachpragmatisch-textanalytische/ diskursanalytische / gespr&#228;chsanalytische Konzepte vorherrschen, ist die Sektion offen f&#252;r alle Methoden, mit denen Text- und Stilprobleme angegangen werden, auch f&#252;r eine Kooperation mit anderen GAL-Sektionen, in denen Fragen des Sprachgebrauchs er&#246;rtert werden. Neben den Ertr&#228;gen empirischer Forschung und in Verbindung damit sollen auch Anstrengungen zur methodologischen Fundierung und terminologischen Pr&#228;zisierung interdisziplin&#228;rer Textforschung zur Sprache kommen. Nur so wird die Textlinguistik dem Anspruch gerecht, ein linguistischer &bdquo;Verkehrsknotenpunkt (geworden) zu sein&ldquo; (Antos/ Tietz 1997).
</p>
<p>
    &#160;<a href="http://www.gal-ev.de/scms-content.php?page=textlinguistik-und-stilistik-arbeitsbericht-bis-2010&#38;lang=de" target="_top">Textlinguistik und Stilistik Arbeitsbericht bis 2010</a>
</p>]]></content>
    <objects/>
  </data>
</page>
