Interkulturelle Kommunikation und mehrsprachige Diskurse 

Sektionsleitung:

Dr. Jan D. ten Thije  
Prof. Dr. Kristin Bührig
 

 

Ursprünglich hatte diese GAL-Sektion ihren Fokus in der systembezogenen kontrastiven Linguistik und in der psycholinguistischen Zweitsprachenerwerbsforschung sowie dem Fremdsprachenunterricht. Pragmatik, Diskursanalyse, Soziolinguistik, und Ethnolinguistik haben den Schwerpunkt dieser Sektion mehr und mehr an die real ablaufenden Kommunikationsvorgänge zwischen Angehörigen unterschiedlicher Sprach- und Kulturgemeinschaften gelegt. Diskursgemeinschaften haben oft heterogenen Charakter, Einsprachigkeit – individuell und gesellschaftlich – gilt mittlerweise als Ausnahmefall.

Im Vordergrund der Sektionsarbeit stehen deskriptive Untersuchungen des Verständigungsprozesses in intra- und interkulturellen Handlungsweisen unter Berücksichtigung ihrer sprachlichen Formen und Funktionen. Während lange Zeit über allein Kommunikationsprobleme den Forschungsgegenstand der Erforschung bildeten, sollen nunmehr die Potenziale von interkultureller und mehrsprachiger Kommunikation in den Blick genommen werden.

Neben dem Fremdsprachenunterricht und Kommunikationstrainings sollen die Anwendungsmöglichkeiten der empirischen Forschung in weiteren institutionellen und nicht-institutionellen Handlungsbereichen systematisch erforscht und dokumentiert werden.

Die Globalisierung und die rapiden Veränderungen in den Kommunikationsmedien (Internet, E-Mail, Videoconferencing usw.) beanspruchen darüber hinaus  die Ausdehnung der Forschungsorientierung und Analysemethoden auf vielfältige semiotische und multimediale Kommunikationsstrukturen und -prozesse.

 

 

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