Soziolinguistik
Sektionsleitung:
Prof. Dr. Elisabeth Burr
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Die Sektion Soziolinguistik beschäftigt sich mit Sprechen und Sprache(n) in gesellschaftlichen Kontexten. Dabei ist sie an den gesellschaftlichen und kulturellen Rahmungen interessiert, die sich auf die Sprachlichkeit auswirken; sie untersucht aber auch die sprachlich-symbolischen Dimensionen von Gesellschaft. Angewandten Fragestellungen gilt ihr besonderes Interesse. Zu ihren Kernfragestellungen, die auf Sprache in Gesellschaft ebenso wie auf Gesellschaft in Sprache bezogen sind, zählen:
- Schichten, Gruppen, Geschlechter
- soziale Welten, soziale Räume, soziale Arenen, soziale Netze, soziale Stile
- Region, Staat, Nation, (Europäische) Union
- Segregation und Kooperation
- Ausgrenzung und Diskriminierung
- Bewertung, Dominanz, Prestige
- Status und Funktion
- Sprachpolitik, ‚Sprachrechte’, Bildungspolitik, Schulsprachenpolitik
- Sprachideologie, Sprachdebatte, Sprachbeschreibung
- Vielfalt und Uniformierung
- Norm, Normierung, Normalisierung
- Wandel, Variation, Veränderung
- Identifikationsmuster, Identitätsbildungsprozesse, Identitäten
Die Vielfalt thematischer wie methodischer Perspektiven führt dabei nicht selten dazu, dass die Grenzen zu benachbarten Disziplinen überschritten werden, z.B. zur Sprachlehr- und lernforschung, zur Kontrastiven Linguistik oder zur Diskurssanalyse.
Für einzelne Jahrestagungen können thematische Schwerpunkte festgelegt werden.
Einladungstexte zur Sektionsarbeit auf den GAL-Jahrestagungen:
2011 - Bayreuth
2010 - Leipzig
Hinweisen möchten wir auch auf das alle zwei Jahre stattfindende Sociolinguistics Symposium. Das 17. Symposium hat an der Universität Amsterdam stattgefunden.
