Computerlinguistik


Computerlinguistik beschäftigt sich mit der Modellierung der Prozesse sprachlicher Kommunikation, also der Sprachproduktion und des Sprachverstehens. Theoretisch geht es um die Frage, welche Aspekte sprachlicher Kommunikation algorithmisiert werden können und wie. Praktisch geht es um die Realisierung solcher Modelle in Systemen, Tools der Sprachverarbeitung, die in verschiedensten Anwendungsfeldern und wissenschaftlichen Disziplinen eingesetzt werden können. Sowohl auf der theoretischen als auch auf der praktischen Ebene spielen in der letzten Zeit elektronische Sprachkorpora eine immer größere Rolle.

In der Sektion Computerlinguistik der GAL stehen konkrete Probleme des Computereinsatzes im Vordergrund. Dazu gehören im weitesten Sinne alle Fragen, die sich bei der Integration von Linguistik und Informationstechnologien ergeben. Im engeren Sinne sind damit z.B. Fragen der Erstellung digitaler Sprachkorpora, elektronischer Wörterbücher und Grammatiken oder Probleme der maschinellen Übersetzung, der automatischen Spracherkennung und -erzeugung und der natürlichsprachigen Systeme gemeint sowie deren Konsequenzen für die Erforschung von mündlich und schriftlich geäußerter Sprache, für die Übersetzungswissenschaft und -praxis, den Fremdsprachenunterricht, den computergestützten Unterricht usw.

Die Sektion macht neue Methoden der Computeranwendung für die Angewandte Linguistik fruchtbar und pflegt Kontakte zu den computerlinguistischen Fachverbänden. Stets stellt sie auch die Frage nach der Vermittlung ihrer teilweise komplexen Gegenstände in der Lehre. Dabei berücksichtigt sie die Schlüsselqualifikationen, die von Studierenden mit Blick auf eine berufliche Tätigkeit in einer immer mehr von digitalen Medien beeinflussten Gesellschaft verlangt werden, und diskutiert die Konzeption neuer Studiengänge.