UDE: Prof. Dr. Rüschoff zum AILA-Vorsitzenden gewählt

Congratulations, Mr. President!

Schon seit Jahren setzt er sich aktiv für die stärkere Vernetzung von Linguisten auf der ganzen Welt ein. Nun wurde Prof. Dr. Bernd Rüschoff von der Universität Duisburg-Essen (UDE) zum Präsidenten der Association Internationale de Linguistique Appliquée (AILA) gewählt. Der Weltverband für Angewandte Linguistik fördert den Austausch von nationalen und regionalen sprachwissenschaftlichen Fachgesellschaften. Der UDE-Anglistikprofessor ist damit der erste Deutsche, der seit der Verbandsgründung 1964 dieses hohe Amt inne hat. In den kommenden drei Jahren will er ambitionierte Ziele verfolgen.

Die Teilnehmer des 16. AILA-Weltkongresses in Peking waren sich einig: Rüschoff soll die Führung übernehmen. Künftig leitet er eines der wichtigsten linguistischen Netzwerke mit mehr als 8000 Mitgliedern weltweit. Der 58-Jährige bleibt dennoch bescheiden: „Das ist natürlich nicht nur mein Verdienst, sondern auch eine Anerkennung des guten Standings, das die Angewandte Linguistik unserer Universität international hat.“

Neben der Administration der Gesellschaft koordiniert er als Präsident, zusammen mit einem Executive Board, den wissenschaftlichen Austausch und das internationale Networking innerhalb der AILA. Einen besonderen Schwerpunkt möchte er dabei auf eine stärkere regionale Vernetzung legen. Aber auch Länder, die wegen ihrer wirtschaftlich schwierigen Lage bisher nur ungenügend erreicht werden konnten, will Rüschoff mehr einbeziehen: „Afrika, Südamerika und auch der arabische Raum stehen auf der Agenda. Hier müssen wir schauen, wie wir die Wissenschaftler vor Ort besser einbinden können.“

Prof. Dr. Bernd Rüschoff ist der Lehrstuhlinhaber für Angewandte Linguistik und Sprachdidaktik am UDE-Institut für Anglistik. Zu seinem Spezialgebiet gehören die Spracherwerbsforschung, Fremdsprachendidaktik sowie Sprache und ihre kulturellen Kontexte. Insbesondere im Bereich der Medien- und Technologienutzung entwickelt Rüschoff Ideen für den Unterricht von morgen. Mit Spitzenpositionen in verschiedenen Gremien kennt er sich aus: Rüschoff war bisher bereits Präsident der deutschen Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL). Als Vizepräsident der AILA hat er die Gesellschaft international vertreten und war für den Solidaritätsfond zuständig.

Weitere Informationen bietet der von der WAZ/NRZ veröffentliche Zeitungsartikel.

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