Ausgehend von dem zwei komplexe Vielheiten verbindenden Rahmenthema SprachRäume wollen die beiden Sektionen, Soziolinguistik und Computerlinguistik, auf der GAL-Tagung in Leipzig ihre unterschiedlichen Foci zusammenführen. Sie erhoffen sich nicht nur, dass durch eine solche Zusammenarbeit bisher für die eine oder andere Sektion spezifische Themen durch die Sichtweise der jeweils anderen kritisch bereichert werden, sondern sie wollen auch transdisziplinär ausgerichteten Ansätzen einen Raum bieten und die Entstehung neuer transdisziplinärer Projekte fördern.

Um der Kreativität die Chance zu geben, die sich ihr durch eine solche Zusammen­arbeit bietet, verzichten wir darauf, thematisch enge Grenzen zu ziehen und wollen stattdessen mit dem Folgenden nur einige Denkanstöße geben.

Wir könnten uns zum Beispiel Beiträge vorstellen zu soziolinguistischen Fragestel­lungen, die sich mit computerlinguistischen Mitteln bearbeiten lassen, sowie zu soziolinguistischen und (z.B. arbeits-)soziologischen Aspekten computervermittelter Kommunikation.

Interessant fänden wir auch den Bereich der diskursiven Konstitution von Räumen, also etwa die diskursive Konstruktion Europas als (Sprach)Raum bzw. die sprachli­che Konstitution von Europa als sozialem Raum, oder die sprachliche Konstruktion virtueller Räume (im Internet), die sich selbst wieder mit der Europakonstruktion überschneiden kann.

Auch die sprachliche Ausgestaltung von identitären und / oder emanzipativen (digi­talen oder multimedialen) Räumen von Geschlechtern, Generationen, Subkulturen, Minderheiten etc. bzw. die Nutzung solcher Räume zur sprachlichen Identitätsbil­dung oder Emanzipation wäre ein spannendes Thema.

Nicht zuletzt wären wir auch an Beiträgen interessiert, die sich dem heute vor allem im Internet in unterschiedlichsten Ausformungen stattfindenden kooperativen bzw. kollaborativen Schreiben widmen, das trotz seiner digitalen Natur nicht ohne Raum auskommt, sondern neue soziale multimodale und / oder multilinguale Räume schafft bzw. in all den schon genannten Räumen eine Rolle spielt.

Die Kurzfassung sollte zwischen 300 und 500 Wörtern umfassen und mit einer Bibliographie der für den Beitrag wichtigsten Literatur abschließen. Sollten ausrei­chend interessante Beiträge eingereicht werden, so ist an eine Veröffentlichung gedacht.

Prof. Dr. Elisabeth Burr
Französische/frankophone und italienische Sprachwissenschaft
Universität Leipzig
Philologische Fakultät
Institut für Romanistik
Beethovenstr. 15
D-04107 Leipzig
elisabeth.burr@uni-leipzig.de
PD Dr. Bärbel Treichel
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften
Institut für Soziologie
Postfach 4120
D-39016 Magdeburg
baerbel.treichel@gse-w.uni-magdeburg.de
Prof. Dr. Ulrich Schmitz
Universität Duisburg-Essen
Campus Essen
Fachbereich Geisteswissenschaften Germanistik/Linguistik
Universitätsstr. 12
D-45117 Essen
ulrich.schmitz@uni-due.de
V-Prof. Dr. Claudia Villiger
Fakultät I
Studiengang Technische Redaktion
FH Hannover
Ricklinger Stadtweg 120
D-30459 Hannover
claudia.villiger@fh-hannover.de  


Inhalte von gal-ev.de


© 2004-2006 - Programmierung: schafft webdevelopment, EssenWebdesign: Hermann Cölfenpowered by schafft-cms